7. 7. – 10. 7.

Tomáš Hanzlík: Lacrimae Alexandri magni (Lipník nad Bečvou 1764, Praha 2007)

neubarocke OperAbschließender Teil der neubarocken Piaristentrilogie, in welcher ein anonymer Text aus einem lateinischen Schulspiel musikalisch unterlegt wurde. Die Handlung baut auf einer Kurzepisode aus Plutarchs Biographie über Alexander von Mazedonien auf Ein zwölfjähriger Prinz interpretiert die Prophezeiung seiner Tränen als Folgen der Niederlage seines Vaters. Im Augenblick jedoch, als er mit einem eigenen Heer aufbricht, um seinem Vater zu helfen, kommt ein Bote, um die Nachricht zu überbringen, dass der Vater den Sieg errungen hat. Alexander fängt in jenem Augenblick an zu weinen, weil er das Gefühl hat, seinem Vater nie ebenbürtig sein zu können.

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7. 7. 2017
8. 7. 2017
9. 7. 2017
10. 7. 2017

11. 7. – 14. 7.

Leonardo Vinci: La contesa de´ numi (Rom 1729)

Barocke SerenadeDer Streit der Götter mit dem Libretto von Pietro Metastasio feierte seine Premiere im Palast des französischen Gesandten (Palazzo Altemps) in Rom im Jahre 1729 anlässlich der Geburt des französischen Dauphins. Das Thema ist der Streit der Götter und allegorischen Figuren im Olymp darüber, wer das Recht haben soll, den französischen Thronfolger zu erziehen. Jupiter fällt, nachdem er sich die Vorschläge aller beteiligten Parteien angehört hat, die Entscheidung, dass alle dies gemeinsam erledigen sollen. Sie müssen allerdings vom Olymp nach Versailles übersiedeln. Die Serenata ist auch in der Sammlung des Grafen Questenberg in Jaroměřice nad Rokytnou erhalten geblieben, wo sie in abgeänderter Textversion anlässlich des gräflichen Geburtstages aufgeführt wurde.

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11. 7. 2017
12. 7. 2017
13. 7. 2017
14. 7. 2017
Harlekýnova dobrodružství

15. 7. – 18. 7.

Vít Zouhar: Coronide (Kroměříž 1731, 2000)Tomáš Hanzlík: Harlequin’s Adventures (Olomouc 2007)

Neo-Baroque opera and pantomime with songsIm Jahre 1731 wurde auf Anordnung des Olmützer Kardinals Wolfgang Hannibal von Schrattenbach auf dem Schloss in Kroměříž die Oper Coronide aufgeführt. Das Einzige, was hiervon erhalten blieb, ist das Libretto des Pater Arcadus. Vít Zouhar hat aus zeitgenössischen Druckmaterialien die wirksamsten Passagen ausgewählt und sie mit kommentierenden Versen aus Ovids Metamorphosen ergänzt. Das barocke Libretto dient somit als Ausgangspunkt der Erzählung einer mythischen Geschichte über ein dramatisches Schicksal der Koronis (Coronide). Ovid zufolge verliebte sich der Gott Apollo in sie. Ein missgünstiger Rabe sagte jedoch Apollo, dass ihm Koronis untreu sei. Apollo durchtrennte ihre Brust mit einem Pfeil, ohne überhaupt an der Wahrhaftigkeit der Mitteilung des Raben auch nur zu zweifeln. Noch bevor sie starb, gelang es ihr, Apollo mitzuteilen, dass sie ein Kind mit von erwarte, den Sohn Asclepios.Es handelt sich um eine Komödie darüber, wie es dem Harlekin gelingt, trotz sämtlicher Hindernisse die geliebte Kolombine für sich zu gewinnen. Tomáš Hanzlík hat im musikalischen Part außer den beliebten zeitgenössischen Improvisationsmodelle (La Folia, Ciaccona) auch Bestandteile der szenischen Musik zum Spiel Tartuffe seines Olmützer Kollegen V. Zouhar umgeformt.

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15. 7. 2017
16. 7. 2017
17. 7. 2017
18. 7. 2017

19. 7. – 22. 7.

Karel Müller (1719-?): Il natal di Giove (Jaroměřice nad Rokytnou 1748)

Barocke SerenadeDem Werk des Kammerherrn und Komponisten Graf Questenberg liegt ein Libretto des Pietro Metastasio zugrunde. Die erste musikalische Version mit Giuseppe Bonno, welche zur Geburtstagsfeier von Kaiser Karl VI. bestimmt war, ist jedoch nicht erhalten geblieben. Dieses Drama baut auf einer falsch interpretierten Prophezeiung auf. Adrasto trifft die Prinzessin Melite und teilt ihr mit, die Götter hätten das übliche Opfer abgelehnt, was wiederum als Notwendigkeit interpretiert wird, eine der Königstöchter zu opfern, und er versucht, sie zur Flucht zu überreden. Melite trifft jedoch die vollends entgegengesetzte Entscheidung und zur Rettung der Schwester und des gesamten Reiches entschließt sie sich, die Prophezeiung zu befolgen. Als Amaltea von der Prophezeiung und dem Plan ihrer Schwester erfährt, eilt sie zum Tempel, wo der Priester Cassandro die Opferung von Melite vorbereitet. Da ihr nicht erlaubt wird, statt ihrer Schwester geopfert zu werden, will sie mit ihr sterben. Im Tempel erscheint die Göttin Themis selbst und erklärt ihr die tatsächliche Bedeutung der Prophezeiung: Auf Kreta wurde der Gott Jupiter geboren und die Schwestern sind zu dessen Pflege auserkoren worden.

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19. 7. 2017
20. 7. 2017
21. 7. 2017
22. 7. 2017
Endymio

24. 7. – 26. 7.

Tomáš Hanzlík: Endymio (Kroměříž 1727, 2001), Yta innocens (1728, 2003)

zwei neubarocke OpernDer antike Mythos vom hübschen Jüngling Endymion wurde dessen starker Botschaft wegen in allen Epochen zu einem beliebten Motiv. Am 12. September 1727 wurde am Hof des Olmützer Bischofes, Kardinal Wolfgang Schrattenbach in Kroměříž eine lateinische Oper mit diesem Titel aufgeführt. Autor des Textes sowie Komponist war der Regens des örtlichen Piaristen-Musikseminars P. David Kopecký (1696 – 1758). Der Erfolg der Oper Endymio bewog Kopecký dazu, ein weiteres Opernepos zu schaffen, so dass exakt nach einem Jahr im Schlosstheater zum Geburtstag Schrattenbachs die Premiere des Stückes Yta innocens über Intrigen am Hof, welche in Folge eines vermeintlichen Mordes initiiert werden, stattfand. Der Erfolg beider Opern weckte die Eifersucht der italienischen Musiker des Kardinals, die somit über Intrigen die Entlassung Kopeckýs aus Kroměříž erwirkten. Danach widmete er sich nicht mehr dem Komponieren weltlicher Musik. Von beiden Opern ist lediglich das Libretto erhalten geblieben, welches Tomáš Hanzlík unter Verwendung von Piaristenkompositionen in unserer Zeit zu neuem Leben erweckte.

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24. 7. 2017
25. 7. 2017
26. 7. 2017

27. 7. – 30. 7.

Antonio Vivaldi: La Senna festeggiante RV 693 (Venice 1726)

Barocke SerenadeKardinal Pietro Ottoboni kam als Stadtbewohner von Venedig in Zwiespalt mit dem Gesetz, da er den Posten des Beschützers der Angelegenheiten Frankreichs in Venedig annahm. Er wurde für einige Jahre aus seiner Geburtsstadt verbannt. Seine triumphale Rückkehr aus Rom im Jahre 1726 wurde durch zahlreiche Musikveranstaltungen begleitet. Zu dieser Zeit bestellte der französische Gesandte in Venedig Jacques Vincent Languet, der Graf von Gergy, eine Serenade. Der Librettist Domenico Lalli feierte die Streitbeilegung mit Venedig durch die Verwendung dreier allegorischer Figuren. Das Goldene Zeitalter und der Mut ziehen durch die Landschaft und suchen nach ihrem verlorenen Glück. Sie werden vom Fluss Seine gegrüßt, der ihnen verspricht, dass er sie dort hinführt, wonach Sie suchen. Im zweiten Akt bekommen die Figuren endlich den französischen Herrscher zu sehen, dem sie ergebene Huldigungen darbringen. Die Premiere fand wahrscheinlich am 25. August zum St.-Ludwigsfest statt.

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27. 7. 2017
28. 7. 2017
29. 7. 2017
30. 7. 2017